Ausgefallener Indie-Pop mit eigenem Reiz...
28 · 08 · 2025
Das Black-Country-Ensemble Chartreuse zeigte mit seinem 2023er Debütalbum 'Morning Ritual' zahlreiche vielversprechende Ansätze und eine frische Variante des Indie-Rock. Das Quartett kehrt mit seinem sehnsüchtig erwarteten Zweitwerk 'Bless You & Be Well' zurück, das ihren Sound erweitert und zeigt, dass es eine Band ist, die Beachtung verdient. Wieder ein Album, dem sich kein genaues Genre festnageln lässt – weit gefasst, aber zugänglich.
Der Titeltrack schlägt von Anfang an einige unerwartete Richtungen ein, mit einer folk-inspirierten ersten Hälfte, die um Gesang und Gitarre aufgebaut ist. Die Harmonien sind leicht dissonant. Sobald das Schlagzeug einsetzt, gewinnt der Song an Wucht. Es ist ungewöhnlich und frisch und ein kraftvoller Auftakt für das Album. 'Fixin' beruhigt die Stimmung; kurz und reduziert mit nur 96 Sekunden, enthält er dennoch viele Details.
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'I'm Losing It' spiegelt wunderbar die Folk-Wurzeln der Gruppe wider und legt mehr Gewicht auf Harriet Wilsons hinreißende Stimme. Demgegenüber steht 'Kid Won’t Eat', weiter gefasst und unorthodox, mit einem echten Gefühl von Dringlichkeit. Diese beiden Stücke zeigen das Yin und Yang des Chartreuse-Sounds und das Gleichgewicht, das sich durch das gesamte Album zieht. 'Sequence of Voices' trifft die perfekte Mischung aus ihren Einflüssen und ihrer Entwicklung als Gruppe.
'More' weist eher eine post-punkige Färbung auf und eine Dunkelheit im Kern. Vom Schlagzeug getragen ist es einer der mitreißendsten Tracks des Albums. 'Holiday From Normal Dreaming' bietet mehr Prog-Rock-Vibes, mit Synthesizern und verlangsamtem Schlagzeug im Zentrum. Es ist ein fesselnder Hörgenuss und wie der Rest des Albums belohnt es wiederholtes Hören – ein Kaninchenbau, in dem man sich leicht verlieren kann.
'Bless You & Be Well' zeigt bei Chartreuse ein deutliches Wachstum und Reife; fern davon, eine Kopie ihres ersten Albums zu sein, steckt ihm reichlich Kreativität sowie eine forschende, neugierige Haltung im Kern. Die leicht ausgefallenen Harmonien von Wilson und Mike Wagstaff sowie die Strukturen werden Fans von Divorce und Black Country, New Road zufriedenstellen, doch es gibt viel, das Chartreuse einzigartig macht.
8/10
Worte: Chris Connor
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