The Cribs wurden einst als die beliebteste Kultband Großbritanniens bezeichnet. Verfechter des Lo-Fi-Punks und Produzenten eines scheinbar unpolierten, hymnischen und herzlichen Sounds, gehören das Trio aus Wakefield zu den beständigsten Indie-Acts Großbritanniens.
Bei ihrem neunten Werk Selling A Vibe wird klar, warum diese Verehrung gerechtfertigt ist. Diesmal sind sie besonders nachdenklich und introspektiv. Dennoch bewahrt die Musik eine ansteckende, rohe Energie, die typisch The Cribs ist.
In jüngerer Zeit lief es für die Zwillinge Gary (Bass/Gesang) und Ryan (Gitarre/Gesang) sowie den jüngeren Bruder Ross Jarman (Schlagzeug) nicht ganz so rund. Nach dem 2017er-Album 24-7 Rock Star Shit gab es Streit mit dem Management, der sie zweifeln ließ, ob sie überhaupt weitermachen sollten. Später wirkte 2020er Night Network wie ein Triumph in der Umsetzung – und gehörte zu ihren kritisch am meisten gelobten Platten – bis die Nachwirkungen des Albums neue Herausforderungen nach sich zogen.
Durch die COVID-19-Pandemie fanden sich die Brüder auf verschiedenen Seiten des Atlantiks wieder. Wieder stand die Existenz der Band zur Debatte. Doch einmal mehr überstanden sie die stürmischen Gewässer transatlantischer Zusammenarbeit. Auf Selling A Vibe reißen sie nicht alles ein und beginnen von vorn, doch das Album zeigt sie von ihrer offensten und verletzlichsten Seite.
Während frühere Alben von individuellen Erfahrungen handelten, wurzelt das aktuelle natürlich in der Bruderliebe – eine unverhohlene Feier der Familie. Wie gewohnt sind die Melodien eingängig und mitsingwürdig. Am deutlichsten hört man das bei Summer Seizure, das eine Geschichte von Liebe, Tragödie und dem Lernen, mit sich selbst zu leben, erzählt. Es balanciert fein zwischen feierlich und unbeschwert. Die träumerischen Riffs, köstlichen Synthflächen und Gesangsharmonien machen den Song zu einem der stärksten des Albums.
Ähnlich ist A Point Too Hard to Make ein weiterer roher, hymnischer Ohrwurm, der das Beste an The Cribs in drei Minuten destilliert. Markenkonform blicken sie erneut in die Vergangenheit: „Die Parts, die du früher gespielt hast / passen dir nicht mehr / Oh, ich bin mir sicher, dass du weißt, dass es mein Fehler war“, gesteht Ryan, während er den kulturellen Höhepunkt seiner Band in den 00ern anspricht.
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Andernorts gibt es noch viel mehr zu bewundern, Vertrautes wie Unbekanntes. Auf der einen Seite stehen Stücke wie das von Nostalgie durchdrungene Never The Same – ein mitreißender Fußwipper mit einem eingängigen jangly-Pop-Riff und einer straffen Rhythmusgruppe. Dann gibt es Songs wie Looking For The Wrong Guy, eine Ballade, zu der das Publikum die Feuerzeuge in die Luft hält, über das Entkommen aus der Vergangenheit und das Ergreifen zweiter Chancen.
Zugegeben, nicht alles wirkt sofort. Aber Zuneigung stellt sich schließlich ein. Der Opener Dark Luck setzt immer wieder an und glimmt langsam vor sich hin, während der fuzzige Titelsong erst nach ein paar Durchläufen in seiner makellosen Pracht richtig geschätzt wird.
Andere, wie das bittersüße Distractions, sind eingängig und von Herzen. Self Respect sticht von Anfang an mit einer funky, „Michael-Jackson-artigen“ Basslinie und einem üppigen, ins Ohr gehenden Riff hervor. Zum Abschluss fasst Brothers Won't Break alles zusammen zu einer wunderschönen, nuancierten und herzerwärmenden Hommage an ihre brüderliche Bindung.
The Cribs haben viel durchgemacht, um an diesen Punkt zu gelangen. Älter, weiser und erfahrener wirken sie auf Selling A Vibe erfrischend nachdenklich und selbstsicher. Und das alles, während sie so rau, direkt und brillant klingen wie eh und je.
8/10
Text: Matthew McLister
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